Johanna in einer Gondel des Europarads in Köln

Eine Runde mit dem Europarad in Köln

Manchmal muss man einfach auch mal Tourist in der eigenen Stadt sein. Das dachten wir uns gestern Abend, als wir uns relativ spontan entschlossen eine Runde mit dem Europarad in Köln zu drehen.

Seit nun mehr als einem Monat dreht sich das größte transportable Riesenrad der Welt im Rheinauhafen vorm Schokoladenmuseum. Vom ersten Moment an von vielen belächelt als die typisch-kölsche understatement Antwort auf das London Eye. Auch wenn es sich beim Europarad um keine architektonische Meisterleistung handelt, schließlich ist es abbaubar und auch schon seit 1992 in Betrieb, ist es in der Dämmerung mit seiner bunten Beleuchtung eine schöne Ergänzung für die Rheinpromenade.

Ich bin schon des Öfteren in meinem Leben Riesenrad gefahren. Denn es war alle zwei Jahre das Highlight des Jahrmarkts meiner Geburtsstadt. Jedoch nimmt auch jede kindliche Euphorie über den Dächern seiner Stadt zu sein irgendwann ein Ende. Und so war es nun Jahre her, seitdem ich das letzte Mal mit einem Riesenrad gefahren bin. Aber wenn dann so ein Ding plötzlich in deiner Stadt steht, ohne laute Kirmes mit einer Menge Menschen drumherum, kommt man leicht auf die Idee, diese Kindheitserinnerung wieder neu aufleben zu lassen.

Zufälligerweise lag gestern das Europarad auf unserem Heimweg mit dem Fahrrad und Ben und ich ergriffen die Chance. Schließlich geht das nur noch bis zum 31. August (die Standzeit wurde bis zum 1. November verlängert). Wenn man es dann nicht gemacht hat ärgert man sich. Und wenn man sich vornimmt es nächste Woche zu machen, dann kommt was dazwischen. Und irgendwann steht das Riesenrad einfach nicht mehr da. Somit was es gestern Abend der denkbar beste Zeitpunkt um eine Reise auf 55m Höhe über Köln zu machen. Pünktlich zur blauen Stunde drehten wir Runde um Runde und konnten unser geliebes Köln aus einem neuen Blickwinkel bewundern.

Genau darum ist es schön, auch manchmal Dinge zu unternehmen, die sonst nur typisch Touri sind. Auch wenn wir für zwei Tickets 16€ hingelegt haben, würde ich sagen, dass es sich gelohnt hat. Es hat Spaß gemacht den Ausblick und die Ruhe ganz oben zu genießen und auch die Gondel immer wieder für Bens Fotos in eine andere Position zu drehen. Quasi ein kleiner Urlaubsausflug in der eigenen Stadt.

Falls Du jetzt auch Lust bekommen hast, einmal mit dem Europarad vorm Schokoladenmuseum zu fahren, findest du alle wichtigen Informationen hier. Wir finden, es ist ein lohnenswerter kleiner Ausflug.

Zur offiziellen Website von Kipp-Bonn dem Betrieber des Europarads

Das Europarad bleibt länger in Köln

Update: Erfreuliche Neuigkeiten für alle, die Lust bekommen haben eine Runde mit dem Europarad zu drehen und es bisher nicht geschafft haben. Das bisherige Feedback hat scheinbar auch die Stadt überzeugt. Damit bleibt das Europarad nun nicht wie ursprünglich angedacht bis zum 31. August im Kölner Rheinauhafen stehen, sondern bis zum 1. November. 4 weitere Wochen Ausblick von Oben warten also auf Dich – wenn Du Bock hast (Quelle: www.koeln.de)

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